Regensburg ist eine Stadt, in der Geschichte ganz selbstverständlich zum Alltag gehört. Beim Spaziergang durch die Altstadt führen schmale Gassen an bunten Häusern vorbei, immer wieder begleitet vom Blick auf die Donau. Seit Jahrhunderten treffen sich hier Händler, Reisende und Einheimische. Kirchen, Brücken und alte Mauern erzählen davon, ohne sich aufzudrängen. Wer durch Regensburg geht, merkt schnell, dass Vergangenheit hier nichts Abstraktes ist, sondern einfach dazugehört. Damit du die Stadt von ihrer schönsten Seite erlebst, stellen wir dir acht Sehenswürdigkeiten vor, die Regensburg besonders machen.


1. Regensburger Dom

Schon aus vielen Straßen der Altstadt sind die Türme des Regensburger Doms zu sehen. Seit Jahrhunderten prägt das Bauwerk das Stadtbild und diente den Menschen als Orientierungspunkt.

Im Inneren wirken die hohen Gewölbe und bunten Glasfenster ruhig und klar. Das Licht fällt gedämpft in den Raum und verändert sich je nach Tageszeit. Wer hier eintritt, senkt oft automatisch die Stimme. Zwischen den massiven Säulen wird deutlich, welche Bedeutung der Dom für die Stadt hatte und noch immer hat. Der Regensburger Dom ist kein Ort für Eile, sondern lädt dazu ein, kurz stehen zu bleiben.


2. Steinerne Brücke

Seit dem Mittelalter verbindet die Steinerne Brücke die beiden Seiten der Donau. Generationen von Menschen sind hier bereits gegangen, Händler ebenso wie Reisende. Beim Überqueren eröffnen sich Ausblicke auf die Altstadt, den Dom und das ruhige Fließen des Flusses.

In der Mitte der Brücke steht das kleine Brückmandl, das vielen Besuchern erst auf den zweiten Blick auffällt. Unter dir zieht die Donau vorbei, über dir spannt sich der Himmel – ein Ort, an dem man ganz automatisch langsamer wird. Die Steinerne Brücke gehört zu Regensburg wie die Donau selbst.


3. Haus der Bayerischen Geschichte

Direkt am Donauufer erzählt das Haus der Bayerischen Geschichte von der Entwicklung des Landes. Moderne Architektur trifft hier auf historische Inhalte. Beim Rundgang wechseln sich bekannte Themen mit überraschenden Details ab.

Alltagsgegenstände, Bilder und Geschichten geben Einblicke in unterschiedliche Epochen. Dabei wirkt nichts trocken oder belehrend, sondern nahbar. Das Gebäude fügt sich ruhig in die Umgebung ein und setzt dennoch einen klaren Akzent. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt hier viele kleine Geschichten, die Bayern geprägt haben. Ein Ort, der zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart zusammenfinden.

„In Regensburg is d’Gschicht dahoam.“

„In Regensburg ist Geschichte zuhause.“

4. Historische Wurstkuchl

Schon im Mittelalter sollen Arbeitende hier ihre Pause verbracht haben: Gleich neben der Steinernen Brücke steht seit über 500 Jahren die historische Wurstkuchl. Der kleine Bau liegt direkt an der Donau und wirkt fast unscheinbar. Drinnen und draußen herrscht meist geschäftiges Treiben.

Der Duft von Bratwürsten liegt in der Luft, an den Holztischen sitzen Menschen aus aller Welt. Vieles hat sich hier über die Jahrhunderte kaum verändert. Zwischen dicken Mauern und einfachen Bänken wird spürbar, wie eng Essen und Geschichte in Regensburg verbunden sind.


5. Walhalla

Hoch über der Donau erhebt sich die Walhalla und ist schon von weitem zu erkennen. Der Bau erinnert an einen antiken Tempel und steht ruhig über dem Flusstal. Der Weg nach oben eröffnet immer neue Ausblicke auf die Landschaft.

Oben angekommen wirkt der Ort offen und weit. In der Säulenhalle stehen Büsten bedeutender Persönlichkeiten, still und geordnet. Die Kombination aus Architektur und Lage verleiht der Walhalla eine besondere Wirkung. Hier oben spielt Hektik keine Rolle – der Blick schweift in die Ferne und bleibt dort gern ein wenig länger.


6. Altes Rathaus

Mitten in der Altstadt steht das Alte Rathaus und wirkt auf den ersten Blick fast unscheinbar. Hinter den Mauern verbirgt sich jedoch ein Ort großer Entscheidungen. Über Jahrhunderte wurde hier Politik gemacht und verhandelt. Prunkvolle Säle wechseln sich mit schlichten Gängen ab.

Besonders eindrücklich sind die Räume im Untergeschoss, die von einer härteren Seite der Geschichte erzählen. Beim Gang durch das Gebäude wird deutlich, wie nah Macht, Alltag und Geschichte beieinanderlagen. Das Alte Rathaus zeigt Regensburg von einer ernsten, aber ehrlichen Seite.


7. Porta Praetoria

Die Porta Praetoria fällt vielen erst auf, wenn man direkt davorsteht. Zwischen anderen Gebäuden wirkt das römische Stadttor beinahe verborgen. Dabei stammt es aus einer Zeit, in der Regensburg noch ein römisches Legionslager war.

Die groben Steinquader erzählen von fast zwei Jahrtausenden Geschichte. Ohne große Schautafeln oder Inszenierung steht das Tor einfach da. Gerade das macht seinen Reiz aus. Wer hier innehält, bekommt einen kurzen Eindruck davon, wie alt die Stadt wirklich ist.


8. Schloss Thurn und Taxis

Schloss Thurn und Taxis liegt mitten in Regensburg und bildet doch eine eigene Welt. Wo früher ein Kloster stand, entstand ein weitläufiges Schloss mit Innenhöfen und prunkvollen Räumen. Hinter den Mauern treffen Geschichte und Gegenwart aufeinander.

Die Ausstattung der Säle ist reich, ohne überladen zu wirken. Beim Rundgang wird klar, welche Rolle das Schloss über die Jahrhunderte gespielt hat. Trotz seiner Größe fügt es sich ruhig in die Stadt ein. Ein Ort, der Regensburgs elegante Seite zeigt und den Rundgang durch die Stadt stimmig abschließt.


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